Teodor Currentzis in der Sainte-Chapelle

Er ist einer der spannendsten und gleichzeitig eigenwilligsten Dirigenten unserer Zeit. Teodor Currentzis liebt die Provokation und polarisiert dabei gerne.

Schon in seinem Studium zog es Currentzis aus seiner Heimat Griechenland nach Russland, in die Stadt Perm im Uralgebirge. Als er 2011 Chef des Permer Opernhauses wurde, übernahm er auch die Leitung des dort ansässigen Diaghilew-Festivals – und hat es seitdem in einen Ort von beeindruckender musikalischer Vielfalt und überbordendem kreativem Reichtum verwandelt. »Ich habe also eine ideale Welt gesucht. Mein Ziel war es, eine Art musikalisches Kloster zu gründen, ein spirituelles Leben zu schaffen. Ich glaube, dass das die Menschen frei macht.«, gesteht der Dirigent.

Das Ensemble MusicAeterna, das sich aus einem Orchester und einem Chor zusammensetzt, wurde 2004 von Teodor Currentzis in Nowosibirsk mit dem Ziel gegründet, ein breites Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart zu erarbeiten. In Perm hat Currentzis MusicAeterna in langen Proben hundertprozentig auf sich eingeschworen und seine Ensembles später mit der Gründung des griechischen Chors ByzantiAeterna ergänzt.

Auf Arte Concert sind die beiden Ensembles, die am 2. Juni auch im Ludwigsburger Schloss zu erleben sein sollten, nun in einem Konzert in der Pariser Sainte-Chapelle zu sehen. Der ätherische Klangraum der Kapelle auf der Ile de la Cité füllt sich unter der Leitung von Teodor Currentzis mit abendländischen und byzantinischen Klängen.

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